Victoza ist ein GLP-1-Rezeptoragonist mit dem Wirkstoff Liraglutid (6 mg/ml), der zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen ist. Die Anwendung erfolgt einmal täglich als subkutane Injektion.
Was ist Victoza und wofür wird es eingesetzt?
Victoza® ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird1 Victoza – EPAR. Der enthaltene Wirkstoff ist Liraglutid (6 mg/ml in einem 3 ml Pen mit 18 mg Gesamtdosis). Liraglutid gehört zur Wirkstoffklasse der GLP-1-Rezeptoragonisten. Es ist in der EU ausschließlich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen1 Victoza – EPAR. Wichtig zu wissen: Die Gewichtsabnahme ist kein zugelassenes Anwendungsgebiet für dieses Präparat.
- Wirkstoff: Liraglutid 6 mg/ml
- Wirkstoffklasse: GLP-1-Rezeptoragonist
- Zugelassen für: Typ-2-Diabetes1 Victoza – EPAR
Wie sieht die Dosierung aus?
Die Anwendung von Victoza erfolgt durch eine tägliche Injektion unter die Haut. Sie können die Injektion unabhängig von Ihren Mahlzeiten vornehmen. Die Dosierung ist so gestaltet, dass sich Ihr Körper schrittweise an den Wirkstoff Liraglutid gewöhnen kann1.
- In der ersten Woche (Woche 1) beginnen Sie mit einer Dosis von 0,6 mg täglich zur Eingewöhnung.
- Ab Woche 2 wird die tägliche Dosis auf 1,2 mg erhöht.
- Bei Bedarf kann die Dosis auf bis zu 1,8 mg täglich gesteigert werden, sofern dies ärztlich angeordnet wurde.
Wie erfolgt die Anwendung des Pens?
Die Anwendung von Victoza erfolgt durch eine Injektion unter die Haut (subkutan). Sie spritzen den Pen genau einmal täglich, wobei die Zeitpunktwahl für die Injektion flexibel bleibt; die Gabe kann unabhängig von Ihren Mahlzeiten erfolgen.1 Victoza® ist für die Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen1 Victoza – EPAR. Eine Gewichtsabnahme ist kein zugelassenes Anwendungsgebiet für dieses Medikament. Für die korrekte Handhabung ist es wichtig, dass Sie die Injektionsstelle jedes Mal an einer anderen Stelle wählen, um die Haut zu schonen. Achten Sie darauf, dass Sie die Nadel nach jedem Gebrauch fachgerecht entsorgen. Die Anwendung erfolgt stets subkutan, was bedeutet, dass das Medikament direkt in das Fettgewebe unter der Haut gespritzt wird, um eine optimale Aufnahme des Wirkstoffs Liraglutid zu gewährleisten.
- Die Injektion erfolgt einmal täglich.
- Die Anwendung erfolgt subkutan (unter die Haut).
- Der Zeitpunkt der Anwendung ist unabhängig von den Mahlzeiten.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Bei der Anwendung von Victoza können verschiedene körperliche Reaktionen auftreten. Sehr häufig sind Übelkeit oder Durchfall, wobei diese Symptome meist nach einigen Wochen nachlassen. Weitere häufige Begleiterscheinungen sind Erbrechen, Verstopfung oder Bauchschmerzen. Auch Kopfschmerzen sowie ein verminderter Appetit werden häufig beobachtet. Es ist wichtig zu wissen, dass Victoza zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen ist1. Eine Gewichtsabnahme ist kein zugelassenes Anwendungsgebiet1. Wenn Sie zusätzlich Medikamente wie Insulin oder Sulfonylharnstoffe einnehmen, kann es zu Unterzuckerungen kommen. Die Sicherheit steht bei der Anwendung im Vordergrund, weshalb Sie auf Ihren Körper achten sollten. Falls Sie Fragen zu diesen Symptomen haben, finden Sie in unserem guide:victoza-nebenwirkungen weitere Informationen.
- Sehr häufig: Übelkeit, Durchfall
- Häufig: Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, verminderter Appetit
- Häufig: Unterzuckerung (bei Kombination mit Insulin/Sulfonylharnstoffen)
- Selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Häufigkeit und Verlauf der Beschwerden
Bei der Anwendung von Victoza können verschiedene Beschwerden auftreten. Sehr häufig kommt es zu Übelkeit oder Durchfall1. Diese Symptome lassen meist nach einigen Wochen nach. Häufig treten zudem Erbrechen, Verstopfung oder Bauchschmerzen auf, ebenso wie Kopfschmerzen und ein verminderter Appetit1. Wenn Sie zusätzlich Medikamente wie Sulfonylharnstoffe oder Insulin einnehmen, kann es zu Unterzuckerungen kommen1. In seltenen Fällen kann eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse auftreten1. In diesem Fall sollten Sie bei starken, anhaltenden Bauchschmerzen sofort ärztliche Hilfe suchen.
- Sehr häufig: Übelkeit, Durchfall
- Häufig: Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, verminderter Appetit
- Häufig: Unterzuckerung (bei Kombination mit anderen Medikamenten)
- Selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Gefahr von Unterzuckerungen
Wenn Sie Victoza zur Behandlung von Typ-2-Diabetes einsetzen, sollten Sie besonders auf das Risiko einer Unterzuckerung achten. Dieses Phänomen tritt häufig auf, wenn das Medikament gemeinsam mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin angewendet wird. Es ist wichtig, Ihre Blutzuckerwerte regelmäßig im Blick zu behalten, um solche Schwankungen sicher zu vermeiden und Ihre Gesundheit zu unterstützen.1 Victoza – EPAR
- Häufige Nebenwirkung: Unterzuckerung (bei gleichzeitiger Anwendung von Sulfonylharnstoffen oder Insulin)
Wichtige Warnhinweise: Bauchspeicheldrüse
Ein seltenes, aber schwerwiegendes Risiko bei der Anwendung von Victoza ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse1. Wenn Sie unter einer solchen Entzündung in der Vorgeschichte leiden, ist eine ärztliche Rücksprache zwingend erforderlich. Achten Sie besonders auf Warnsignale Ihres Körpers: Sollten Sie starke, anhaltende Bauchschmerzen verspüren, müssen Sie diese sofort ärztlich abklären lassen. In solchen Fällen ist schnelles Handeln entscheidend, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.1 Victoza – EPAR
Wann darf Victoza nicht angewendet werden?
Es gibt bestimmte Situationen, in denen Sie Victoza nicht anwenden dürfen. Eine Kontraindikation liegt vor, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Liraglutid besteht. Auch während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit darf das Medikament nicht eingesetzt werden. Da Victoza ausschließlich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen ist1, ist eine Anwendung bei Typ-1-Diabetes ausgeschlossen. Dies gilt gleichermaßen für Fälle einer diabetischen Ketoazidose. Wenn Sie Fragen zu Ihrer individuellen Situation haben, sollten Sie diese in einem Beratungsgespräch klären.
Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie eine Therapie mit Victoza in Erwägung ziehen, ist die Situation während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit ein entscheidender Faktor. Das Medikament darf in diesen Phasen nicht angewendet werden. Diese Einschränkung gilt für die gesamte Dauer der Behandlung, um die Sicherheit für Sie und Ihr Kind zu gewährleisten. Eine Anwendung ist daher weder in der Schwangerschaft noch während der Stillzeit zulässig.
Was Sie vor der ersten Anwendung beachten sollten
Bevor Sie mit der Anwendung von Victoza® beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass keine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Liraglutid vorliegt. Das Medikament ist für die Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen1. Es ist wichtig zu wissen, dass die Gewichtsabnahme kein zugelassenes Anwendungsgebiet für dieses Präparat ist. Falls Sie in Ihrer medizinischen Vorgeschichte bereits eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hatten, ist eine vorherige ärztliche Rücksprache zwingend erforderlich.
- Victoza® ist nicht für Menschen mit Typ-1-Diabetes geeignet.
- Die Anwendung ist während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht vorgesehen.
- Eine Anwendung darf nicht bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Liraglutid erfolgen.
Wichtiger Hinweis zum Thema Gewichtsabnahme
Die Zulassung von Victoza bezieht sich ausschließlich auf die Behandlung von Typ-2-Diabetes1. Dabei ist entscheidend zu verstehen, dass die Gewichtsabnahme kein zugelassenes Anwendungsgebiet für dieses Medikament ist. Die Anwendung dient primär der Blutzuckereinstellung bei Patienten, die unter diesem spezifischen Stoffwechseltyp leiden. Eine Nutzung zur reinen Gewichtsreduktion ist somit nicht vorgesehen.
Häufige Fragen
Quellen
Unsere Quellenwahl- Victoza – EPAR · Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), 2025
- Saxenda – EPAR · EMA, 2025
- S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas · AWMF (Register 050-001), 2024

